Tag der offenen Tür

Am 29. Mai 2012 in der Zeit von 13 bis 17 Uhr präsentierten sich verschiedene Teilprojekte des LOEWE Schwerpunkts Digital Humanities im EG und 2. OG der Georg-Voigt-Str. 4.

Der Tag der offenen Tür war Teil des "Festivals der Wissenschaften" und dieses wiederum ist Teil der "Science Tour Hessen" des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Auf großformatigen Postern wurde die konkrete Arbeit auf dem gemeinsamen Feld der Informatiker und der  Geisteswissenschaftler vorgestellt.

Zu Fragen wie

- Wie kann man zu einer Stelle in Goethes Faust alle zugehörigen Illustrationen finden?
- Wie findet man in einem Text automatisch die behandelten Themen?
- Wie erkennt man Bedeutungsveränderungen von Wörtern und wie sprach Zarathustra wirklich?

wurde die genaue Vorgehensweise dargestellt, wie Informatiker die ständig wachsenden, technischen Ressourcen bei der Analyse historischer Textvorlagen (Corpora) für die Geisteswissenschaftler den Anforderungen anpassen.

Die wissenschaftlich interessierten BesucherInnen konnten vor Ort in persönlichen Gesprächen, Fragen zu Theorie und Praxis der Forschungsarbeit erörtern. Die Anzahl und die positive Resonanz der BesucherInnen verdeutlicht die Bedeutung, die wissenschaftliche Arbeit auch zu präsentieren.

Wir freuen uns auf den nächsten Sommer und den nächsten Tag der offenen Tür.

Hier kann man die ausgestellten Poster noch einmal betrachten (in Klammern die Ersteller mit Hinweis auf die entsprechenden Projekte):

Tag der offenen Tür

Abweichungen in altdeutschen Paralleltexten - Vom Computer gesammelt, vom Menschen ausgewertet (Jens Chobotský, I.1a)

Im Anfang war das Wort... Altgeorgische Handschriften (Lela Samushia, III.2b; Natia Dundua, I.1b; Manuel Raaf, III.3c)

Die Moral der alttürkischen Buddhica: Wer war so vorbildlich? (Andreas N. Waibel, I.1c)

Wortbildung im Althochdeutschen (Gaye Çinkılıç, I.2a)

Automatischer Textvergleich verschiedener altgermanischer Tochtersprachen (Timothy Price, I.2b)

Kollokationsextraktion aus alten Texten und ihre Anwendung in Historischer Semantik (Maria Sukhareva, IV; Silke Schwandt, I.3)

Nicht-kanonische Konstruktionen im Sprachvergleich Englisch und Deutsch (Irina Gurevych, Richard Eckart de Castilho, Erik-Lân Do Dinh, Sabine Bartsch, Gert Webelhuth, Janina Radó, II.2)

Wer bin ich? Zwei gleiche Namensinstanzen, wer ist gemeint? (Armin Hoenen, IV mit Bezug auf  III.1a)

Wie lang waren Gretchens Zöpfe wirklich? (Michael Freiberg, III.1b; Giuseppe Abrami, IV)

Wie sprach Zarathustra? Automatisch erzeugte Handschriftenbäume (Thomas Jügel, III.2a)

Können wir Vorlage und Übersetzung unterscheiden? (Zahurul Islam, IV)